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Am nördlichsten Rand, wo der Landkreis Zwickau an Thüringen grenzt,
liegt die Gemeinde Oberwiera.

Den Namen hat der Ort durch das Bächlein Wiera erhalten, das am Rande Oberwieras in mehreren Armen entspringt, die Schömbach -Talsperre speist und schließlich in die Pleiße fließt. Als Waldhufendorf (d. h. Reihendorf, - die Hufe war ein Flächenmaß) im 13. Jahrhundert entstanden, prägten den damaligen Ort kleine und größere Bauerngüter sowie zahlreiche Häuslerwirtschaften. Bis 1924 gab es ein gemeindenunabhängiges Rittergut.
Vor 280 Jahren sah es so aus, als sollte Oberwiera zu einem Badeort avancieren.
Unterirdische Quellen brachen auf, denen verschiedene Gutachter heilsame Kräfte nachsagten. Eine Zeit lang herrschte regelrechter Badebetrieb in dem Ort, es wurde Wasser in Flaschen und Fässern in die nähere und weitere Umgebung gefahren.
Dauerhaft konnte dem sogenannten Gesundbrunnen seine heilkräftige Wirkung nicht bescheinigt werden, so dass nach Jahrzehnten dieser Boom nachließ.

Heute gehört Oberwiera mit einer Fläche von 14,3 km² nicht zu den großen Gemeinden, aber das ländliche Flair mit den sehenswerten, oftmals sanierten Drei- und Vierseithöfen wird von schönen Einfamilienhäusern, frisch verputzten Fachwerkhäusern und umgebauten Gebäuden der Gewerbetreibenden ergänzt.

Insgesamt leben 1260 Bewohner in Oberwiera und dessen Ortsteilen Harthau, Neukirchen, Niederwiera, Röhrsdorf und Wickersdorf. Während in Oberwiera fast 600 große und kleine Leute zu Hause sind, leben in Harthau, dem kleinsten Ortsteil, lediglich knapp 50 Bürger.

Oberwiera mit seinen Ortsteilen bildet seit Januar 2002 eine Verwaltungsgemeinschaft mit Waldenburg, womit ein Teil der Gemeindegeschäfte von dort aus erledigt wird.