Die Kirche Neukirchen

Die Kirche zu Neukirchen ist mit ihrem älteren Westteil ca. 800 Jahre alt, der vom jüngeren Ostteil mit einem romanischem Triumphbogen abgegrenzt ist. Die einzige erhaltene Bronzeglocke stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist eine der ältesten der gesamten Umgebung.

Bis zur Reformation im 16. Jh. war halb Neukirchen ein Filial vom Kloster Remse.

Die Kirche besitzt einen wertvollen Flügelaltar aus katholischer Zeit.

1663 wurden wesentliche Reparaturen und eine Renovierung durchgeführt. Im Jahre 1748 ist für die Kirche ein neuer Glockenstuhl erbaut und ein neuer Knopf auf den Dachreiter gesetzt worden.

1811 wurde die eine Dachseite und 1825 die zweite Seite des Kirchdaches mit Schiefer gedeckt, was 460 Taler kostete. Im Jahre 1827 brach man den Altar ab, zerschlug das prächtige Maßwerk des Fürsten und setzte an dessen Stelle einen hölzernen Tisch, es wurden sämtliche Malereien mit ödem Weißkalk überzogen.

Eine Orgel mit einem Klavier und 12 Registern wurde 1843 aufgestellt, gebaut ist sie von Herrn Poppe aus Altenburg. Die Einweihung der neuen Orgel, sowie der neuen Abendmahlgefäße und Kanzelbekleidung, war zum Kirchfest 1843. 1872 wurde ein neuer Blitzableiter aufgesetzt, und bei Arbeiten daran fand man im Kirchenknopf ein hölzernes Kästchen, das Schriften enthielt, die aber nicht mehr zu entziffern waren.

1875 und 1883 wurde die Friedhofsmauer erbaut. Unweit der Kirche stand rechts zum Friedhoftor das sogenannte Kirchhaus. Es wurde von der Kirche unterhalten und diente als Wohnung des Glöckners.

Der Glöckner, auch Kirchner genannt, hatte das Recht, die Kinder bis zu einem bestimmten Alter zu unterrichten, dass blieb auch so bis ca. 1850.

Links vom Friedhofeingang befand sich der Pferdestall des Pfarrers, danach diente dieses Gebäude als Spritzenhaus und als Aufbahrungshalle.

Nach der Orgelweihe 2006 und der festlichen Wiedereinweihung der restaurierten Kirche im Juli 2008 stellt die Neukirchener Kirche einen überregional bedeutenden Kulturschatz dar. Altar, Kanzel, Taufstein, Orgel und Kassettendecke bilden ein Ensemble welches gern besichtigt werden kann. Wenden Sie sich dazu bitte an das Pfarramt.